Marktkirche

Reformationsfenster Für Die Marktkirche

Die Weltmarktpreise für Blei sind seit Anfang des 21. Jahrhunderts wegen der starken Nachfrage in der Reich der Mitte gestiegen. Blei wird vorwiegend als Metall oder Legierung verwendet. Gegenüber früheren Zeiten, als Blei eines der wichtigsten und meistverwendeten Metalle war, versucht man heute, Blei durch andere, ungiftige Elemente oder Legierungen zu ersetzen. Wegen seiner wichtigen Eigenschaften, a fortiori seiner Korrosionsbeständigkeit und hohen Dichte sowie seiner einfachen Herstellung und Verarbeitung, hat es aber noch immer eine große Bedeutung in der Industrie. Elemente mit einer ähnlichen oder noch höheren Dichte beispielsweise sind entweder noch problematischer (Quecksilber, Uran) oder fast nie und teuer (Wolfram, Gold, Platin). Das meiste Blei wird heutzutage als chemischer Energiespeicher in Bleiakkumulatoren (z. B. Autobatterien) verwendet. Eine Autobatterie besteht aus einer Blei- und einer Blei(IV)-oxid-Elektrode sowie Schwefelsäure als Elektrolyt. Ionen bildet sich in der Schwefelsäure unlösliches Blei(II)-sulfat. Wiederaufladen ist durch Rückreaktion von Blei(II)-sulfat zu Blei und Blei(IV)-oxid möglich. Ein Vorteil des Bleiakkumulators ist die hohe Nennspannung einer Akkuzelle von 2,06 Volt. Da Blei eine hohe Dichte besitzt, wird es als Gewicht benutzt. Umgangssprachlich gibt es deshalb die Bezeichnung „bleischwer“ für sehr schwere Dinge.

In den schlichten „Notfenster“, die nach dem Krieg ohne Bemalung Einzug in die Marktkirche erhielten, sah Lüpertz noch viel freie Fläche für künstlerische Gestaltung. In ihrem jetztigen Zustand sei die Marktkirche zwar ein großartiges Bauwerk, aber eben atomar noch nicht fertigen Zustand. Markus Lüpertz ist Maler, Grafiker und Bildhauer und gehört zu den bekanntesten deutschen Künstlern der Gegenwart. Er hat bereits mehrere Buntglasfenster für Kirchen entworfen, ansonsten in Köln, Lübeck und im französischen Nevers. Altkanzler Schröder hatte angekündigt, er wolle der evangelischen Marktkirche als Ehrenbürger von Hannover das Fenster schenken. Allein die Kosten für Material, Herstellung und Einbau werden auf rund 100.000 Euro geschätzt. Zur Finanzierung will Schröder Vortragshonorare von Verbänden und Unternehmen in Deutschland weitergeben. Mehrheitlich Fenster der spätgotischen Backsteinkirche haben bisher nur ein einfache Verglasung. Bevor das „Reformationsfenster“ hergestellt und eingebaut wird, müssen Denkmalpfleger beurteilen, ob das moderne Kunstwerk in die mittelalterliche Kirche passt. Entschlossenheit hat die hannoversche Landeskirche.

Es herrscht das am häufigsten gedruckte Schriftwerk der Welt. Präsidenten legen beim Amtseid ihre Hand darauf, Glaubensgemeinschaften deponieren sie in Hotelzimmern, den Gläubigen gilt sie als Band: die Bibel. In der Pfalz ist in etwa Bibel nun ein Streit entbrannt. Eignet sie sich für ein ungewöhnliches Kunstprojekt? Ja, sagt die Landeskirche in Speyer. Nein, sagt die Bezirkssynode Kaiserslautern. Beide schätzen die Bibel – aber aus diesem Respekt ziehen sie völlig unterschiedliche Schlüsse. Der Konflikt dreht sich um ein Projekt von Silvia Mielke. Die Künstlerin aus Jockgrim (Kreis Germersheim) entwickelte auf Befehl der Evangelischen Landeskirche die Idee, einzelne Seiten aus alten Bibeln herauszutrennen und zu falten. Die Blätter werden zu einem Band gefügt und auf mächtige Kabeltrommeln gerollt. So entstehe ein gemeinsames Band der Kirchengemeinden. „Die Kabelrollen symbolisieren Kommunikation“, sagt Pfarrerin Mechthild Werner, Initiatorin des Projekts „Vielfalten“. Da 2017 für die Gemeinden neue Luther-Bibeln angeschafft wurden, konnte man aus den alten von 1984 Kunst machen. Kunst aus Bibeln: völlig neu ist das nicht. Das Österreichische Katholische Bibelwerk veranstaltete 2016 den Wettbewerb „transformiert statt ausrangiert“, Platz zwei ging an Rosenkränze aus alten Bibelseiten. Gewonnen hat eine fünfeinhalb Meter hohe Treppe aus 131 alten Bibeln.

Nicht zu rauchen findet Hockney seltsam. Aber fast noch seltsamer findet er es, wenn man ihn fragt, wie sein Wochenende war. Hockney triumphierend. Auch Wochenenden enthalten einzelnen Tagen, und die beginnen bei Hockney stets ähnlich. Morgens gegen neun Uhr am Küchentisch – malend. Seine streitlustige Fröhlichkeit hat Hockney bisherig angetrieben, ihn oft so produktiv werden lassen, dass einigen Kunsthändlern schwindelig wurde. Nahezu 2000 Bilder hat er gemalt, viele hat er behalten, nicht dem Markt preisgegeben – daneben der Markt das schlecht aushält und es dieses Etikett verstärkt hätte, das Hockney bis zum jetzigen Zeitpunkt anhaftet – dass David Hockney Pop ist. Hockneys Kunst liebt das subtile Vergnügen, die elegante Ironie, den frivolen Müßiggang, er hat Spaß an der Welt – und er deren Begrenzung selten als Bedrohung wahrnahm, sondern als Möglichkeit, diese Einschränkungen zu überwinden. Hockney zündet sich die nächste Zigarette an. Mit ihm im Wohnzimmer seines Hauses in London-Kensington sind noch drei Männer, wie Hockney selbst in fortgeschrittenem Alter. Zusammen bilden sie eine Art Familie, nicht Golden Girls, sondern Golden Boys.

Obschon sie sicherlich ein wenig im Schatten des Doms stehen mag (nur im übertragenen Sinn- denn schließlich liegt die Stephanskirche aufm Stephansberg und somit deutlich höher als der Dom), der Besuch der Stephanskirche lohnt so gut wie sicher. Und bei alledem man nur wenig Zeit für Mainz hat- die Zeit für St. Stephan sollte man sich nehmen. Sofern man aus der Altstadt kommt, an der Zeit sein- egal wie- irgendwie auf den Berg kommen. Es bietet sich auf der einen seite der Weg über die Gaustraße an. Andersrum kann man auch übern Ballplatz und dann sozusagen hintenrum über eine Treppenanlage zu St. Stephan gelangen. Dennoch der Aufstieg, egal auf welchem Weg, beschwerlich sein mag- es lohnt sich. Wie der Dom, so geht auch St. Stephan auf Erzbischof Willigis, dem ja auch das Mainzer Rad zu verdanken sein soll (die Legende sagt, dass Willigis Sohn eines Wagners gewesen sei), zurück. Vermutlich auf einen Auftrag der Kaiserinwitwe Theophanu zurückgehend, gründete Willigis eine Gebetsstätte des Reiches- eben eine Krone. Die 990 eingeweihte Kirche war zunächst aus Holz, bereits im 11. Jahrhundert wurde unter Erzbischof Bardo ein Steinbau errichtet.