Technik Glasmalerei

Die Technik Der Glasmalerei

Die ausgewählten Farbgläser wurden auf die Konturenzeichnung gelegt und die durchscheinenden Linien mit Kreide auf das Glas übertragen. Danach erfolgte das “Zuschneiden” der Glasstücke mit einem heißen Eisen. Seit Papier in größerem Maße zur Verfügung steht, wird die Konturenzeichnung mit Paus- und Kohlepapier auf festen Schablonenkarton übertragen. Die so erhaltene Zeichnung, der Riß, stellt eine Art Puzzle dar, dessen einzelne Teile mit Nummern versehen sind. Nach dem Auseinanderschneiden des Schablonenkartons erleichtern diese das Zusammensetzen der Schablonen auf der Pause. Das Auseinanderschneiden des Risses, bzw. die Anfertigung der Schablonen, erfolgt mit der sog. Doppelschere, die mit ihren drei Klingen einen schmalen Papierstreifen entfernt, dessen Breite dem Kern der später die Gläser zusammenhaltenden Bleiruten entspricht. Die Auswahl der farbigen Gläser erfolgt anhand des die Farbwerte angebenden Entwurfes. Die dem Glaszuschneider zur Verfügung stehende breite Palette an Farbtönen erlaubt eine getreue Umsetzung des Entwurfes. Das mittelalterliche Glas bestand aus einer Mischung von zwei Teilen Buchenholz- oder Farnasche (Pottasche) und einem Teil Sand (Silizium).

Durch die riesigen Fenster

Durch die riesigen Fenster scheint das Licht wunderschön. Sicher auch eine gute Location für eine Hochzeit! Für mich als Künstlerin ein Muss: Diese 990 von Erzbischof Willigis auf einem Art Hügel gebaute Kirche. Nach Abschluss der Wiederherstellung der im Krieg schwer zerstörten Kirche Mitte der Dekade gelang es dem damaligen Pfarrer, Marc Chagall für die Gestaltung eines Fensters in Glasmalerei zu gewinnen. Bis zu seinem Tod 1985 schuf Chagall insgesamt neun Fenster, die in ihren verschiedenen leuchtenden Blautönen biblische Gestalten und Ereignisse darstellen. Nach seinem Tod wurde die Arbeit an den restlichen Fenstern von einigen seiner Schüler fortgesetzt. Die Chagall-Fenster sind einzigartig und das durch die blauen Fenster einfallende Sonnenlicht gibt der Kirche eine einzigartige Stimmung. Auch der Kreuzgang ist sehenwert.. Eine von außen bemerkenswerte, alte Kirche, fast ein Ebenbild des Domes. Aber innen geht’s eher spartanisch zu, was sage ich die überragende Chagall- Glaskunst wäre! Die Chorfenster sind so faszinierend, das kaum eine der zahlreichen Besucher weniger als eine Zeitspanne ehrfürchtig späht.

Grundglas Herstellung

Bei einer Temperatur von ca. 600 bis 630 Grad C verschmilzt die Bemalung hierbei Grundglas, so daß sie sich mechanisch nicht länger entfernen läßt. Der Brennvorgang dauert generell 4 bis 5 Stunden, ist jedoch deren Art des Ofens sowie von welcher Anzahl der Metallplatten abhängig, mit denen der Ofen bestückt wurde. Das Abkühlen des Ofens auf eine Temperatur unter 100 Grad C muß langsam erfolgen (Zeitrahmen), um ein Reißen des Glases zu verhindern. Die gebrannten Gläser werden dann deren Gipsschicht befreit und erneut auf die Pause gelegt. Alle beide letzten Seiten der fertigzustellenden Glasmalerei werden mit einem durchgehenden Stück Bleirute eingefaßt. Damit Bleiknecht, einem flach gehobelten Holzstück, oder mit die flach gehaltenen Klinge des Bleimessers, werden nun die Flügel der Bleiruten flach niedergestrichen. Schließlich muß mit Lötzinn, der zur besseren Verteilung mit Stearin eingestrichen wurde, jede Verbundstelle, an denen sich die Bleiruten treffen, kreuzweise verlötet werden. Das Fensterfeld wird umgedreht, denn der Lötvorgang muß auch man sollte nicht übersehen, nach Niederstreichen der Flügel, durchgeführt werden.

Die Ausrufung der Islamischen Republik

Die Ausrufung der Islamischen Republik im Iran 1979 und das Terrornetzwerk der Al-Qaida zeigten wiederum die politische Macht von Religion. In diesem Umfeld wurde Religiosität wieder Thema der Kunst. Der Maler und Bildhauer Thomas Lehnerer (1955-1995) hat darauf hingewiesen, dass Religion nicht der Kirche allein gehört. Die zutiefst existenziellen Fragen nach Liebe, Tod, Leid, Leben sind Fragen der Religion und der Kunst. Wenn Kirche up to date sein will, muss sie sich diesen Fragen stellen. Propheten, nannte, beanspruchen Künstler, aufgrund ihrer geschulten Sensibilität mehr zu spüren als das große Publikum, etwa das Unheil des Faschismus. Aber die Kirche nahm in ihrem Antimodernismus die Prophetien gegen das Dritte Reich von Künstlern wie Käthe Kollwitz, Otto Dix, George Grosz, Max Ernst, Max Beckmann u. a. Die furchterregende Ausstellung „Kassandra. Herbert Falken vor Jahren als elftes Gebot vorgeschlagen. Sie sollten sich verstehen als Vereine oder Institutionen von Christen für Kunst. Es geht darum, das Kunstgeschehen zu beobachten, weltweit und in allen Gattungen. Es geht auch darum, auszuwählen, was Christen interessiert, was für Christen etwas bedeuten kann. Dieser Kunst sollte man Öffentlichkeit verschaffen und sie so stärken und ihr helfen, eine Kunst für die Kirche zu gewinnen, die Kirche wieder zum Licht der Welt macht. Diese Fragen scheinen zunächst nur einer kleine professionelle, intellektuelle Minderheit in der Kirche zu berühren. Aber die gestaltende Kunst war und ist das Leitmedium im weiten Feld der Ästhetik. An ihr kommt niemand vorbei, dem das Ansehen der Kirche in der Welt Sorge macht.

Steht die kirchliche Ästhetik modern?

Und er erklärte: „Ich weiß, dass die Fenster bislang nicht allen gleichermaßen gefallen. Das sechste Fenster – das hierbei Kelch – sei nicht gut und nicht schlecht aufs Abendmahl ausgerichtet. Es gehe auch über den Daumen Zweifel Jesu in seinen schwersten Stunden. Siemsen ist hiermit Ergebnis total zufrieden, auch neben anderen die handwerklichen Umsetzung. In die Glasfenster sind übrigens keine Steuergelder geflossen. Die Mittel zusammengetragen hatte der Verein zur Förderung des evangelischen Lebens in Kaarst, der bereits fürt Katharina-von-Bora-Haus für 8000 Euro eine gebrauchte Orgel angeschafft hatte. „Wir haben lange geplant und das Projekt geduldig diskutiert, verriet Leitzke. Die Kunst sei nicht die Hure der Kirche, sie müsse schon wer. Vor Ort bei der Feierstunde waren auch Heinrich Oidtmann (60), der die gleichnamige Glasmalerei in der sechsten Generation führt und seine Mitarbeiterin Samah Al-Jajeh, die die Zeichnungen von Burkhard Siemsen auf Glas übertragen hat. Zur Feier des Tages gab es Sekt und Suppe.

Faraday war rücksichtslos

Während seiner Arbeit ging Faraday rücksichtslos mit seinen eigenen gesundheitlichen Ressourcen um, dadurch, dass er im Alter von 48 Jahren einen schweren Zusammenbruch erlitt. Eine Reise durch die Schweiz stellte die Kräfte wieder her, doch Faradays Gedächtnis litt zunehmend an Vergesslichkeit, die er im Anfang systematisch zu kompensieren verstand. Als 70jähriger trat er von seinen letzten Ämtern aufgrund seiner Gedächtnisschwäche zurück. Sechs Jahre später starb er in seinem Haus im königlichen Park von Hampton Court. Berühmt wurde Faraday allerdings durch die Verursachung und Beschreibung dieses elektromagnetischen Phänomens. Datum 1821 hatte der dänische Chemiker Hans Christian Oersted (1777-1851) den Elektromagnetismus entdeckt. Faraday führte vertiefende Experimente durch: Beim Leiten von elektrischem Strom durch eine ringförmige Anordnung trat um den Draht eine magnetische Kraft in kreisförmiger Bewegung auf. Faraday nannte diese zunächst „Elektromagnetische Rotation“. Diese Beobachtung führte schließlich zur Entdeckung der elektromagnetischen Induktion im jahr 1831. Es handelte sich dabei um eine gänzlich unspektakuläre Beobachtung einer winzigen Bewegung – sie genügte, ihn die volle Tragweite des elektromagnetischen Induktionsgesetzes erkennen zu lassen. Im Jahre 1832 folgten die Gesetze der Elektrolyse, die auch als Faradaysche Gesetze bekannt wurden.